Sequenzielle Journalistenausbildung

Bei der sequenziellen oder zweistufigen Ausbildung absolviert der angehende Journalist im Prinzip zwei aufeinander folgende Ausbildungen. Dabei handelt es sich eher um die klassische Variante, die auch in den vergangenen Jahrzehnten den Weg in den Journalismus geebnet hat.

Schritt 1: Fachstudium oder -ausbildung
Bei der sequenziellen Ausbildung erwirbt der Journalist in der Regel zunächst die Berichterstattungskompetenz, also die fachliche Kompetenz. Dies geschieht im Rahmen eines Hochschulstudiums oder alternativ einer Berufsausbildung.

Wichtig ist die fachliche Vorbildung sowohl in Fach- als auch in Publikumsmedien, welche die klassischen Ressorts wie Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport abdecken. Die fachliche Ausbildung sollte von angehenden Journalisten allerdings bereits so gewählt werden, dass sie auf den späteren Schwerpunkt hin ausgerichtet ist.

Für zahlreiche Felder der Berichterstattung haben die angehenden Journalisten mehrere Möglichkeiten, sich das notwendige Fachwissen anzueignen. Beispielsweise hat ein Journalist, der sich später auf den Kulturjournalismus konzentrieren will, die Möglichkeit, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Musik oder Kulturwissenschaft zu studieren. Als Berufsausbildung empfiehlt sich für diesen Fachbereich eine Ausbildung zum Medienkaufmann Digital und Print. Ähnlich breit gefächert sind die Möglichkeiten für angehende Politik- und Reisejournalisten, während etwa Medizin- und Sportjournalisten in der Studienwahl eher eingeschränkt sind. Studiengänge und Berufsausbildungen werden für zahlreiche Fachbereiche angeboten.

Angehende Journalisten absolvieren ihr Studium oder ihre Berufsausbildung ebenso wie ihre Studienkollegen oder andere Auszubildende. Wollen angehende Journalisten schon während der fachlichen Ausbildung die ersten journalistischen Kompetenzen erwerben, können sie in den Semesterferien bei verschiedenen Medienunternehmen Praktika absolvieren oder einen Ferienjob antreten. Dies kann ihnen unter Umständen dabei helfen, Arbeit- oder Auftraggeber zu finden, nachdem sie die zweite Stufe der sequenziellen Ausbildung abgeschlossen haben.

Schritt zwei: Journalistische Kompetenz
Nach dem Fachstudium stehen angehenden Journalisten mehrere Wege offen, um die journalistische Kompetenz zu erwerben, die wir in den anderen Untersektionen dieses Bereichs dargestellt haben: Volontariat, Journalistenschule, Publizistik-Studium und Fernstudium.  

Die Vor- und Nachteile der sequenziellen Ausbildung
Die sequenzielle Ausbildung dauert insgesamt deutlich länger als eine gleichzeitige fachliche und journalistische Ausbildung. Dafür ist diese Art der Ausbildung jeweils sehr tiefgehend und den Absolventen stehen anschließend zusätzliche berufliche Optionen offen, nämlich in beiden Berufen, dem der Fachausbildung und als Journalist. Ein entscheidender Vorteil der Ausbildung am Deutschen Journalistenkolleg ist die moderne Methode des Fern- und Onlinestudiums. Berufsbegleitend haben angehende Journalisten die Möglichkeit sich die journalistische Kompetenz anzueignen und gleichzeitig das erworbene Fachwissen ihrer Erstausbildung während einer Berufstätigkeit zu festigen oder zu vertiefen. Durch die flexible Lehrgangsgestaltung mit zahlreichen Wahlmöglichkeiten in verschiedenen Kompetenzbereichen vermittelt die Ausbilung am Deutschen Journalistenkolleg die grundlegenden journalistischen Arbeitstechniken und ermöglicht zudem eine individuelle Schwerpunktsetzung.